NEXT MACHINERY - Szenarien für den Maschinenbau in der KI-Ära
Am 26. Juni 2026 kamen im IoT Xperience Center in Paderborn Vertreter aus Wirtschaft und Forschung zusammen, um auf der Konferenz „NEXT MACHINERY“ über die Zukunft des Maschinenbaus im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu diskutieren und die Ergebnisse des Projekts AISceMa kennenzulernen.
Rund 50 Vertreter aus Unternehmen, Forschung und Wirtschaft kamen am vergangenen Freitag im IoT Xperience Center in Paderborn zur Konferenz „Next Machinery – Die Zukunft des Maschinenbaus im Zeitalter der KI“ zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ergebnisse des Projekts AISceMa, in dem Zukunftsszenarien für den Maschinenbau entwickelt wurden, um Unternehmen Orientierung in einer zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägten Zukunft zu geben.
Trotz sommerlicher Temperaturen von über 30 Grad herrschte während der gesamten Veranstaltung eine engagierte und konzentrierte Atmosphäre. Dank der klimatisierten Räumlichkeiten sowie einer sommerlichen Erfrischung mit Kaltgetränken und Eis konnten sich die Teilnehmenden ganz auf die inhaltlichen Diskussionen konzentrieren.
Nach der Begrüßung eröffnete Tommy Falkowski (Fraunhofer IEM) mit seiner Keynote den fachlichen Teil der Veranstaltung. Er zeigte anhand aktueller Beispiele auf, wie generative KI bereits heute Unternehmen dabei unterstützt, Prozesse neu zu gestalten, Potenziale zu erschließen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Im Anschluss wurden die Ergebnisse des AISceMa-Projekts vorgestellt. Herzstück des Projekts sind acht alternative Zukunftsszenarien für den deutschen Maschinenbau im Jahr 2035. Die Szenarien zeigen unterschiedliche Entwicklungspfade auf – von einer vorsichtigen und begrenzten KI-Nutzung bis hin zu einer weitgehend autonomen Wertschöpfung – und verdeutlichen, welche Chancen, Risiken und strategischen Handlungsoptionen sich daraus für Unternehmen ergeben.
Den zweiten Fachvortrag hielt Jan Daske (Swisslog). Er gab Einblicke, wie Künstliche Intelligenz Automation und Robotik verändert und welche Rolle KI bereits heute in industriellen Anwendungen spielt. Anhand praktischer Beispiele zeigte er auf, wie Unternehmen den technologischen Wandel aktiv gestalten können.
Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war die Veröffentlichung der AISceMa-Ergebnisstudie. Die Studie fasst die entwickelten Zukunftsszenarien sowie die daraus abgeleiteten Konsequenzen und Handlungsempfehlungen zusammen und stieß bei den Teilnehmenden auf großes Interesse.
Mit der Konferenz wurde ein wichtiger Meilenstein des Projekts erreicht. Das Projekt selbst geht nun in die nächste Phase: Gemeinsam mit den Projektpartnern wird ein KI-gestützter Prototyp erprobt, der Unternehmen künftig dabei unterstützen soll, individuelle Zukunftsszenarien effizient zu erstellen und für strategische Entscheidungen zu nutzen. Damit wird der im Projekt entwickelte Szenarioprozess Schritt für Schritt in eine praxisnahe Softwarelösung überführt.
VERÖFFENTLICHT
15.01.2026
BEITRAGSTYP
Nachbericht
BETEILIGTE
ScMI AG, Fraunhofer IEM, WAPP GmbH
THEMA
KI, Szenario-Management, Strategieentwicklung
Maximilian Neuber
Projektbegleitung
Maschinenbau OWL
Gefördert durch
Kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Just Transition Fund (JTF) im Rahmen des Programms NRW 2021–2027.