Einblicke bei Brasseler: Technik, Qualität und Vision unter einem Dach
Am Dienstag dem 8. Juli führte uns ein Unternehmensbesuch zu einem sehr innovativen Produktionsstandort der Region: zur Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG nach Lemgo. Das wertebasierte Familienunternehmen steht seit 100 Jahren für technische Präzision, medizinischen Fortschritt und eine bemerkenswerte Eigenständigkeit im Denken und Handeln.
Schon bei der Unternehmensvorstellung wurde deutlich, worauf der Erfolg von Brasseler gründet: ein klarer Fokus auf Qualität, der nicht nur in den Produkten, sondern auch in der Fertigungstechnik sichtbar wird. Viele Maschinen entstehen im eigenen Haus – exakt abgestimmt auf die komplexen Anforderungen der Produktion. Dass Brasseler dabei regelmäßig über den Marktstandard hinausgeht, ist kein Zufall, sondern gelebte Strategie. Die Vision: eine zunehmend autonome Fertigung, die Qualität, Effizienz und Flexibilität optimal verbindet.
Ein Highlight des Besuchs war die ausführliche Führung durch die Fertigung, bei der das Team von Brasseler nicht nur Maschinen und Prozesse erklärte, sondern auch Hintergründe, Herausforderungen und konkrete Erfahrungen teilte. Besonders beeindruckend: die Vielfalt an Fachbereichen und Technologien, die unter einem Dach zusammenwirken und so die kontinuierliche Weiterentwicklung sichert.
Wir bedanken uns herzlich beim gesamten Team von Brasseler für die Offenheit, den intensiven Austausch und die Zeit, die man sich für unsere Gruppe genommen hat. Solche Einblicke sind alles andere als selbstverständlich – und umso wertvoller für unser Netzwerk.
Brasseler zeigt eindrucksvoll, wie ein Unternehmen mit technischer Exzellenz, unternehmerischer Weitsicht und einem klaren Wertekompass den Wandel gestaltet – und dabei nicht nur Produktionsstandards setzt, sondern auch Verbindungen schafft.
Zum Auftakt standen aktuelle Herausforderungen im Einkauf und in der Lieferkette im Mittelpunkt. Den fachlichen Einstieg übernahm Frank Sundermann (Durch Denken Vorne) mit einem Impulsvortrag zu zwei Themen, die viele Unternehmen derzeit wieder intensiv beschäftigen: die Abwehr von Preiserhöhungen und der Umgang mit Versorgungsengpässen. Der Vortrag lieferte konkrete Denkanstöße aus der Praxis und bot eine gute Grundlage für die anschließende Diskussion.
Ergänzt wurde das Programm durch ein Update zur Kooperation in der Elektronikbeschaffung von Christian Gieselmann (insensiv). Dabei wurde deutlich, welchen Stellenwert Zusammenarbeit und Vernetzung bei der Bewältigung aktueller Beschaffungsherausforderungen haben können.
Im Anschluss stand bewusst der Austausch im Teilnehmerkreis im Vordergrund. Gemeinsam wurden Themen gesammelt, die die Unternehmen aktuell beschäftigen und in den kommenden Treffen vertieft werden sollen. Die Resonanz war durchweg positiv. Zahlreiche Anregungen und Fragestellungen zeigten, wie vielfältig die Herausforderungen im Einkauf derzeit sind.
Besonders häufig genannt wurden die zunehmenden regulatorischen Anforderungen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Einkauf sowie Fragen zur Weiterentwicklung von Beschaffungs- und Supply-Chain-Prozessen. Die Diskussion machte deutlich, dass viele Unternehmen vor ähnlichen Aufgaben stehen und großes Interesse an einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch besteht.
Die Themensammlung bildet nun die Grundlage für die weitere Entwicklung der Fachgruppe. Künftige Treffen werden sich an den Bedarfen und Interessen der Teilnehmenden orientieren und Raum für den Austausch zu aktuellen Fragestellungen aus Einkauf und Supply Chain schaffen.
Wir danken allen Teilnehmenden für die aktive Beteiligung sowie den Referenten für ihre Impulse. Der gelungene Auftakt hat gezeigt, dass der Bedarf an Austausch im Netzwerk groß ist und die neue Fachgruppe einen passenden Rahmen bietet, um relevante Einkaufsthemen gemeinsam zu bearbeiten.
Ein Thema, das viele Unternehmen im Maschinenbau auch in Zukunft beschäftigen wird.
BEITRAGSTYP
Nachbericht
DATUM
08. Juli 2025
Jörn-Henrik Dux
Stv. Geschäftsführer
owl maschinenbau